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  • 5. April 2016

Adoptionskosten – vielleicht doch steuerlich abzugsfähig?

Am 22. März haben wir berichtet, dass der BFH Kosten für die Adoption eines Kindes nach wie vor nicht für steuerlich abzugsfähig erklärt hat. Dem muss man nun ein Fragezeichen hinzusetzen, denn die unterlegenen Kläger haben Verfassungsbeschwerde eingelegt. Dass das BVerfG das Verfahren annimmt, halten wir wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falles für wahrscheinlich. Ob den Klägern beim BVerfG aber Recht gegeben wird, erscheint fraglich. Denn die künstliche Befruchtung wird vom BFH nicht primär als „Erfüllung eines Kinderwunsches“ sondern als Behandlung eines Krankheitszustandes betrachtet und dies qualifiziert die Kosten als außergewöhnliche Belastungen. Gerade an dem Merkmal „Behandlung eines Krankheitszustandes“ fehlt es aber bei einer Adoption. Dennoch kann man Betroffenen in vergleichbaren Fällen nur den Rat geben, ablehnende Bescheide der Finanzämter unter Hinweis auf das beim BVerfG anhängige Verfahren durch einen Einspruch offen zu halten, denn noch hat das BVerfG nicht entschieden.

(BRM – N4715)

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